schatten
schatten

Schatten,
Eine N├Ąchtliche Halluzination

von Arthur Robinson, Deutschland 1924

mit Musik von
Christian Bunge, Gitarre und
Hans-Christoph Hartmann, Saxophon

Ein Ehemann ist von seiner Eifersucht getrieben. Er verfolgt seine attraktive Ehefrau auf Schritt und Tritt, überzeugt von ihrer Untreue.

Bei einem abendlichen Dinner glaubt er, endlich den Beweis für ihre Untreue zu haben. Er beobachtet das Schattenspiel hinter einer Gardine. Seine Frau wird von Männerhänden begrapscht. Doch die Schatten täuschen ihn. In Wahrheit handelt es sich um bedeutungslose Gesten, seine Frau wird von den Männern nicht einmal berührt. Ein anwesender Schausteller bekommt den Wahn des Ehemanns mit und weiß, wie die Täuschung zustande kam. Mit einer Hypnose möchte er den Anwesenden die Wahrheit vor Augen führen. Er führt den hypnotisierten Gästen ein Schattenspiel vor, das ihnen ihre erotischen Wünsche und Ängste vorführen soll. Das Spiel endet in einer grotesken Hinrichtung der jungen Frau, den tobenden Ehemann werfen die Kavaliere aus dem Fenster.

Christian Bunge (Gitarre) und Hans-Christoph Hartmann (Saxophon) bieten zu diesem Film eine neue fassettenreiche Live-Musikbegleitung zwischen Komposition und Improvisation. Die beiden Musiker führen das Publikum mit verschieden Leitmotiven durch den Film und zeichnen mit vielen akustischen Effekten ein musikalisches Bild. Beide Musiker kennen sich aus Ihrer gemeinsamen Zeit in Bielefeld und Bremen und treffen sich nun nach unterschiedlichen Wegen für ein gemeinsames Projekt wieder.

Die Neuvertonung erfolgt zu einer Nachbearbeitung des Filmes. Dauer: 85 min.

"Ein abgründiges Selbstporträt des Mediums Film, das virtuos mit der Erotik, aber auch der Psychoanalyse spielt. In allen Belangen der Filmtechnik und -gestaltung gelungen."

Lexikon des internationalen Films